Basler Spitalwald und Milchsuppe
Der Spitalwald, gegen Münchenstein zu gelegen, hat ursprünglich einer alten Jungfrau gehört. Diese habe ihn der Gemeinde Arlesheim zum Geschenk angeboten, wenn diese sie in das Bürgerrecht aufnehme und im Alter und bei Krankheit für sie sorge. Die Gemeinde habe sich jedoch vor den Kosten gefürchtet und das Anerbieten abgelehnt, worauf die Eigentümerin den schönen Wald nebst einem Hofe bei Basel dem Bürgerspital in Basel vergabt habe. Dort sei sie bald darauf gestorben, und zwar, nachdem sie eine Milchsuppe genossen, weswegen der erwähnte Hof «zur Milchsuppe» genannt wurde.
Arlesheim
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch