Spuk in der Hard
Vier traurige Ereignisse «fanden von einander in geringer Entfernung statt, nahe beim sogen. Landjägerhäuschen mitten in der Hardt. An diese Stelle knüpfen sich verschiedene Sagen, die von furchtsamen oder abergläubischen oder vielleicht auch boshaften Knechten herrühren. Der eine behauptete, auf einer Stelle eben beim Häuschen seien ihm plötzlich seine Pferde stillgestanden und hätten auf wiederholtes Schlagen nicht mehr fortgewollt. Erst gegen zwei Uhr morgens hätten sie wieder angezogen.
Ein anderer gab vor, ein schwarzer Hund sei an der Strasse gelegen, wodurch die Pferde durchgingen; als er beim Nachspringen sich zufällig umsah, sei der Hund zu einem furchtbar grossen Tiere angewachsen und im Gebüsch verschwunden.
Ein dritter beteuerte: beim Landjägerhäuschen sei etwas, er fahre nicht mehr nach zehn Uhr nachts vorbei; bald krache etwas am Wagen, ein Rad gehe ab oder zerbreche; nur wenn er an dieser unheimlichen Stelle vorbei sei, sei auch alles wieder in Ordnung usw.
Birsfelden
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.