Das heilige Loch
Zwischen den beiden Schlossruinen Tschöpperli und Fürstenstein, oberhalb des Ramselnfelsens (heute: Amselfels) ist der Eingang zu einem über anderthalb Meter hohen Gewölbe, welches künstlich angelegt wurde, aber in der Folge zerfiel. Es ziehe sich ostwärts und ist nach der Meinung des Volkes ein Teil des unterirdischen Ganges zwischen Fürstenstein und Tschöpperli. Die Örtlichkeit führt heute den Namen «das heilige Loch». Diese Benennung soll es erhalten haben, weil dort einmal Messen gelesen worden seien, um verborgenes Geld zutage zu fördern. Ein fremder Herr war nämlich ins Dorf gekommen und hatte behauptet, in dem Loche sei Geld versteckt, welches durch Messen gehoben werden könne. Leichtgläubige liessen sich betören und gaben dem Manne das nötige Geld. Der aber verschwand damit, und zum Spotte der Geprellten erhielt jener Gewölbeeingang den Namen heilig Loch.
Fürstenstein
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.