Vermeintliches Gespenst
Einmal erzählte eine Frau, es habe in ihrer Küche gespenstet, der ganze Feuerherd sei beim Kochen mit Krach auseinandergefahren und die Pfanne mit den geprägelten Herdäpfeln bis an die Deckt geflogen.
Der damalige Gemeindepräsident Konrad Kummler, Bäckermeister, krümmte sich vor Lachen, als er die Geschichte vernahm, und meinte: «So, nun weiss ich, wer mir mein Holz gestohlen hat.» Von dem Backholz, das er jeden Abend rüstete, waren ihm nämlich regelmässig einige Scheite abhanden gekommen. Darauf hatte er einige Stücke Holz angebohrt, die Löcher mit Sprengpulver gefüllt und mit einem Holzzäpflein wieder verschlossen.
Münchenstein
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.