Erzählen
wirkt Wunder

Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

Die Herkunft des Ortsnamens

Land: Schweiz
Kanton: Basel
Kategorie: Sage

Vor vielen Jahren lebte an der Birsmündung eine arme Fischerfamilie mit vielen Kindern. Oft fehlte es ihnen an Nahrung und Kleidung; dennoch wurden die Söhne gross und stark. Als der Älteste eine Frau nehmen wollte, sprach der Vater: «Häns, es reicht kaum für uns. Aber du verstehst etwas von der Jagd. Vielleicht kannst du dich und deine Frau davon ernähren. Zieh fort in den grossen Wald, der weiter oben liegt.» Häns und seine Frau bauten sich eine Hütte, wo der Muttenzerbach heute aus den Bergen in die Ebene hinaus fliesst. Oft aber konnte Häns mit seinen schlechten Waffen tagelang kein Wild erlegen. Dann suchte er mit seiner Frau den alten Vater auf und klagte ihm seine Not. Dieser redete ihm zu: «Es wird schon wieder besser kommen, nur Mut, Häns!» Getröstet zogen die beiden wieder heim zu. Allemal, wenn Häns später die Sorgen drückten, munterte ihn seine Frau mit den gleichen Worten auf. Sie blieben da mit ihren Söhnen und Töchtern und nannten die neue Siedlung Muthens.

Muttenz

Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.