Im Hundtrog
a) «Die Einwohner des Dorfs geben vor, die Edelleute dieser Schlösser (auf dem Wartenberg) haben sich die Speise durch grosse Hunde hinauftragen lassen. In diesem Umstand ist eben nicht nötig einzutreten; doch solle nicht verschwiegen werden, dass in einem alten Stiftungsbriefe von 1444 eines Hundstrogs an diesem Berge Meldung geschehe, (welcher von diesen Hunden den Namen haben konnte;) dessen auch in den alten Berainsbüchern von 1516 gedacht wird.»
b) Als die Ritter noch auf der Burg hausten, befanden sich auf halber Höhe des Wartenbergs Tröge für die Jagdhunde. Die Leibeigenen im Dorfe waren gezwungen, tagtäglich morgens und abends diese Tröge mit Hundefutter zu füllen. Wenn sie es unterliessen, wurden sie schwer gebüsst oder eingekerkert. Noch jetzt heisst man die Gegend, wo sich voreinst der Futterplatz der ritterlichen Hunde befand, «im Hundtrog.»
Wartenberg
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.