Ein Geisterpferd
Am Entenwuhr am Birsig sah man oft ein schönes Pferd. Bald war es zahm und zutraulich, bald aber wild und menschenscheu. Als einmal ein Bauer von Therwil her dort vorbeikam, legte sich das Pferd hin, und der Bauer setzte sich darauf. Es galoppierte mit ihm davon und warf ihn schliesslich in einem Sumpf in der Nähe ab. Der Bauer spürte eine seltsame Müdigkeit und wandte sich langsam Benken zu. Im Walde traf er das Pferd wieder. Es lachte ihm von weitem zu, kam näher, legte sich nieder und liess ihn wieder aufsteigen. In sanftem Trab trug es ihn vor sein Haus und machte sich dann davon. Ein paar Tage darauf starb der Bauer.
Oberwil
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.