Der schwarze Hund von Ermatingen
Zwischen Ermatingen und Triboltingen am Untersee standen bis vor Jahren an der Hauptstrasse zwei grosse, prachtvolle Nussbäume, weshalb der betreffende Platz noch heute den Namen "Die hohen Nussbäume" trägt. Dort lagerten einst ständig Zigeuner und Kesselflicker, so dass der Platz nachts immer mehr gemieden und schliesslich gar mit einem geheimnisvollen Nymbus umwoben wurde. Die Sage verstärkte die Angst vor dem Platz, denn nach ihr begegnet derjenige, der um Mitternacht den Weg begeht, einem schwarzen züngelnden Hund. Er wird als Wächter der „hohen Nussbäume" angesehen und passt übrigens ganz in den Rahmen des Ermatinger Gemeindewappens, das einen schwarzen, züngelnden Hund aufweist.
Quelle: Ferdinand Bolt, Die Sagenwelt am Bodensee, Appenzeller Kalender 1956
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch