Feurige Reiter vom Schloss
Auch erzählte er (Johann Rudolf Althaus, 1743—1828) uns Kindern und andern oft von einer merkwürdigen Erscheinung auf einem Weg nach Basel. Einmal ging er mit seinem Tochtermann Hans Schweizer von Titterten auf Basel, wo er, der Vater, das Gelt für das Geiten und Tschäggligen entlehnt hatte und sein Tochtermann ihm das Gelt hat müsen tragen helfen. Dieser Tochtermann erzählt mir diese Begebenheit als wahr in dem 34er Jahr. Als sie morgens früh bey heiterem Mondschein den Dornachberg hinunter bis zu dem holzenen Chreuz kamen, so sagte der Tochtermann, er solle doch in dem Pfeffigerschloss die feurigen Männer auch auf Rossen beschauen. Wie er dieses sagte und der Vater zusah und der Tochtermann glaubte, der Vater hatte gebetet, so kamen gleich die Männer auf Rossen als wenn sie sie wollten zu Boden sprängen, und nicht den mindesten Schaden oder Schrecken erlitten hatten.
Schloss Pfeffingen
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.