Aus dem Baslerkrieg (1830—1833)
Zur Zeit der Basler Wirren waren die Bürger uneins. Die damalige Entzweiung führte bis zu einer so hohen Gereiztheit der beiden Parteien, dass der der Fall vorkam, wo ein Bruder auf den andern bereits sein Gewehr angelegt hatte und denselben in der Wut auch niedergeschossen hätte, hätte die entschlossene Schwester dem Todesrohr durch einen kräftigen Schlag nicht eine andere Richtung gegeben.
Bei den verschiedenen Scharmützeln, besonders auch am entscheidenden Kampfe den 3. August 1833, nahm die grosse Mehrheit lebhaften Anteil am Ringen des Landvolkes um seine politische Selbständigkeit. Sogar einige Frauen beteiligten sich am Gefechte bei der Hülftenschanze und trugen das ihre dadurch zum glücklichen Ausgange des Kampfes bei, dass sie mitten im Pulverdampf und Kugelregen ihren Männern Munition und Lebensmittel zutrugen.
Arisdorf-Olsberg
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch