Ohrfeige von unsichtbarer Hand
Der alte Heldemarti wohnte, bevor er von der Gemeinde in das Kantonsspital eingeliefert wurde, allein, arm und elend auf der Wacht. Nach seinem Tode in Liestal nahm es den Gemeindeweibel Schaffner wunder, ob einer nur da erscheinen könne, wo er gestorben war, oder ob seine Macht noch weiter reiche. In einer klaren, mondhellen Nacht rief er auf der Strasse bei der Wacht in den drei höchsten Namen Heldemartis Geist. Plötzlich erhielt er von unsichtbarer Hand eine gewaltige Ohrfeige, dass er taumelte und der Hut bis zur Haustüre der Wirtschaft zum Rössli flog. Am anderen Tag war sein Kopf so gross wie ein Sester geschwollen, und er musste drei Tage lang das Bett hüten.
Augst
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.