Der erhoffte Schatz
Es wurde erzählt, unter den Felsen der Beuggenflue liege ein Schatz verborgen. Man müsse graben, bis man zu einer Höhle gelange. Vor dieser sitze ein Hündchen, das den Schlüssel zu einer Schatztruhe im Maul halte. Eine noch keusche Jungfrau müsse dem Hündchen den Schlüssel aus dem Maule schlagen, dann könne man die Truhe öffnen und den Schatz heben. In Bubendorf wohnten um das Jahr 1860 ein paar Geschwister, die von dieser Sage gehört hatten. Sie waren faul und hofften auf diese Weise zu Geld zu kommen. Die Brüder fingen an zu graben, ihre Schwester hielt sich bereit, den Schlüssel zu behändigen. Nach ein paar Tagen angestrengter Arbeit fand sich weder eine Höhle noch ein von einem Hündchen bewachter Schatz. Noch schlimmer: Sie hatten nichts mehr zu essen. So kehrten sie nach Hause zurück und suchten ihr Brot auf ehrliche Weise zu verdienen.
Bubendorf
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.