Ein Geisterbanner im Stall
Ein Heinrich Thoman (Thommen), Müller-Heini, von Bubendorf, und ein Peter Tschopp, Müller-Peter, von Ziefen, hatten 1696 beide «grossen schaden am Vieh». Der Wasenmeister von Dennigen (Tenniken) hatte dafürgehalten, «es gehe nit recht her, d. i. das Vieh seye ... verzauberet worden». Der zu Hilfe gerufene Geisterbanner Samuel Kestenholz von Furlen will um Geld «mit Gottes hilff . .. ihnen helffen und die Stel (Ställe) von den Geisteren reinigen». Mittels einer Wurzel und allerlei Zeremonien vertreibt er aus dem Bubendorfer Stall einen weiblichen Geist, aus dem Ziefner einen männlichen, die er «in den Moras bey Seben (Seewen SO) getan ... dahin si auch mit großem geraüsch gefahren».
Bubendorf
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.