Die feurige Hand
Um Mitternacht wanderte ein Frenkendörfer von Augst heimwärts. Bei der Hulftenbrücke vernahm er hinter sich Tritte. Er wandte sich um erblickte in der Dunkelheit aber niemand. Auf einmal hört er niesen. Wie landesüblich, wünschte er «Gesundheit», ebenso ein zweites Mal. Beim dritten Niesen sagte der erschrockene Frenkendörfer: «So helfe dir Gott in den Himmel, wenn es nicht anders sein kann!» Plötzlich spürte er eine Hand auf der Schulter, und eine Stimme sprach: «Du hast mich erlöst!» Unbehelligt kam der Mann zu Hause an. Am anderen Morgen sah er ein handgrosses versengtes Loch in seinem Kittel, an der Stelle, wo ihn der Fremde berührt hatte.
Frenkendorf
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.