Der Brotisacher
Eine Landparzelle beim Eglisacherhof, dort, wo jedes Jahr das Fastnachtsfeuer brennt, heisst Brotisacher. Er gehörte einst einem armen Junggesellen. Dieser ging an einem Liestaler Herbstmarkt in das Gasthaus zum Schlüssel, wo sich gerade ein paar Männer an einem Braten gütlich taten. Er verspürte grossen Gluscht nach einem solchen Braten, aber es fehlte ihm das Geld. Da trug er dem Schlüsselwirt Brodbeck seinen Acker auf der Burg zum Kauf an. Der aber wollte nichts davon wissen. Da sprach der Besitzer zum Wirt: «Wenn d mer derfür e Brotis gisch, so chaisch der Acher ha.» Dieser willigte ein, und seither heisst dieses Landstück Brotisacher.
Liestal
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.