Die «Bourbaki»-Soldaten
Als die Bourbaki-Soldaten im Februar 1871 eintrafen, sahen sei elend aus und hatten die Füsse mit Lumpen umwickelt; ihre Rosse waren nur noch aus Haut und Knochen und hatten einander die Schwänze abgefressen. Die Pferde wurden versteigert, und manche dieser «Bourbaki», wie man sie nannte, leisteten ihren neuen Herren jahrelang gute Dienste. Die Franzosen in ihren roten Hosen fielen den Leuten auf, wenn sie auf den Wiesen junge Wejefäckte stechen gingen und daraus Salat machten; das war damals hier unbekannt. Achtzehn starben an Thyphus und wurden auf dem Gottesacker beerdigt.
Liestal
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.