Der g'fleckot Hund
Im Schalb heind ouch am-mal zwei grössri Jungini, an-am Chleinu müessu unter der Mess am Sonntag wachu. Da ist, wie schi d'Stubuport ufgita heint, obwohl d'Muoter d'Hustür b'schlossu hät, an grosse g'fleckote Hund i cho und hät schich unter d's Bett gleit und d'Chind a-so ang'lotzet und g'chuchot und mit der Zungu g'lällot— wie a Hund der z'heiss hat. Wie aber d'Mess ist usg'si, hät schich der Hund wieder üfg'häbet und ist zer Port, di wer-mu hei ufgita, usg'gangu, ohni dass wir hei chönnu g'seh, wa er wordun ist, ohni, dass de Chindru as-was ist z'Leid g'scheh.
Quelle: M. Tscheinen, P. J. Ruppen, Walliser Sagen, gesammelt und herausgegeben von Sagenfreunden, Sitten 1872.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch