Das Marflu vom Zermatter
Es ist no jez di Meinig unter de Litu uf de Bergu a gwissen Ortu, d's Maarflu van-ne Murmotu chomme daher, dasch vor dum Winterschlaf van-am g'wissu Chrut fresse; und wesch g'nuog van dum Schlafchrut g'fressu heige, so geh schi schich gah i-verlochu und z'schlaffu leggu und erwache nimme bis im Üstag — dem-mu Maarflu seit. So as Schlafji oder Nepfji z'machu, hät ou a-mal a Zermatter verzennt. Er hei de Murmutu as lix ufgipassot, va welum Chrut dasch fresse, bivor schi schich z'schlafu legge. So bald as er d'ruf cho ist, was far as Chrutji das ist gsi, hei er schön und doll dannufa g'gessu; und wie er schiech g'nuog g'hirtot hät, sy er in ar Schür in s Hew g'schliffu, und nimme erwachot bis z'Ustag. Wie er duo erwachot sy, und hei wellu ufstah, sy-mu grad der Buch usg'fallu, wil- mun d's Chittul wägun dum längu Winter ohne Biwegung und ohni Gitraich gänzlich verfulet sy.
Quelle: M. Tscheinen, P. J. Ruppen, Walliser Sagen, gesammelt und herausgegeben von Sagenfreunden, Sitten 1872.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch