Der Tamatterhans
I Saas im Dorf het e mal e Ma g'wonnt, demsch Tamatterhans (Hans Anthanmatten) g'seit hent. Der ischt riche gsi und het es guot's huslich's Wib g'hä. Er het aber wellu befälu und rächt hä und Schini het mu miessu g'horsame, suscht het's Strit gegä. So het er e mal d's Heuw e mannerscht la us der Schir trägu, wilsch mu nit da ing'leit hent, wa er befolu het, und es andersch Mal het er Schinara befolu, me als e guoti Stund z'rug z'ga, um andere Ches zum Abundessu z'reichu und het unnerdäschi d'Arbeiter nime la arbeitu und selber ou nummu umhaskällarsut. D's guot Wib het das frili uvergrifli ungeru geta, het aber do miessu g'sche.
Der Nämlichu ischt ou Geimer g'si und het di G'leit alleinigu g'ladut; er het du Saum am Bodu uf's Bascht g'spannu und so als zämu en bruf uf's Gleit gebirt. Z' Gimpilu het er e mal ab-er Lattu es stets g'wäschus Hämd g'no und ang'leit und schis b'schissna e muf g'heicht. De Kameradu, di g'lachet hent, het er g'seit: «Schi verspilunt a mier nid, mis ischt d's weher Hämd, und z'wäschu hent schus der Wil.»
(Saaser-Mundart)
Quelle: M. Tscheinen, P. J. Ruppen, Walliser Sagen, gesammelt und herausgegeben von Sagenfreunden, Sitten 1872.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch