Von guten und von bösen Rittern
a) Im Alt-Schloss wohnten früher zwei Ritter. Der eine war ein friedliebender, der andere ein streitsüchtiger Mann. Dieser unterdrückte seine Leute und brachte sie um Hab und Gut. Der gute Ritter hatte eine liebe Frau und ein schönes Töchterlein. Oft kamen fremde Ritter auf das Schloss zu Besuch. Dann sprengten sie mit den Rittern vom Alt-Schloss auf schönen Rossen dem Loochbächlein nach, bis sie auf der Landstrasse waren. Von einem solchen Zug kamen die Ritter vom Alt-Schloss nicht mehr zurück. Das Schloss wurde hierauf angezündet und ausgeraubt.
b) Der friedliebende Ritter kehrte von einem Besuch in der Römerstadt (Augusta Raurica?) nicht mehr zurück. Das Töchterlein habe sehr geweint, da seine Mutter auch schon lange tot gewesen sei. Es hielt sich darauf bei einer alten Frau im Schlossturm auf, wo es bis zum Tod dieser Frau geblieben sei. Bald nachher sei das Mädchen auch gestorben.
Spitzburg
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.