An s faltsch Stutzanneli grote
An einem Samstagabend war ich in Arboldswil in der Wirtschaft. Tischgenossen erzählten vom Stutzanneli. Ich mischte mich auch ins Gespräch und sagte, ich fürchte mich vor keinem Gespenst. Alle lachten laut heraus und meinten, ich würde heute Abend vor dem Stutzanneli fortspringen. Als ich durch den Stutz heimging, sah ich plötzlich eine weisse Gestalt auftauchen. Unerschrocken rief ich: «Wär do?» Keine Antwort. Ich wiederholte dies einige Male. Immer noch keine Antwort. Nun geriet ich in Wut und schlug mit den Stock auf das Gespenst ein. Jetzt aber antwortete es – es war ein Kamerad – und bat mich erbärmlich aufzuhören. Noch viele Wochen nachher sah man auf seinem Kopf und Gesicht «blaue Mösen».
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Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch