Das Sigristengut in Ziefen
Im Jahre 1534 übergab der Pfarrer Leonhard Strübin den Chilchberg dem Lienhard Spiess als Erblehen. Während Jahrhunderten blieben Sigristenamt und -gut in den Händen der Familie Spiess. Erst 1881 wurde das Land veräussert, nachdem der letzte Spiess bis 1873 als Sigrist geamtet hatte. Das Sigristenhaus mit seinem Garten steht noch heute als einziges seiner Art im Besitz des Kirchen- und Schulguts von Baselland.
Ein Verwandter des in der Schlacht bei St. Jakob gefallenen Führers der Baselbieter, Henman Sevogel, soll das Erblehen gestiftet haben. An die Sevogel, die im 15. Jahrhundert Schloss Wildenstein besassen, erinnert ein Landstück im Ziefner Rebberg, ebenso der Flurname «Tiergarten» (nördlich des Chilchbergs), wo die Wildensteiner Herren ein Wildgehege unterhielten. Der Familienname Spiess soll auf einen Angehörigen zurückgehen, der unter Henman Sevogel Spiessträger war.
Ziefen
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.