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Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

Scharfrichter Mengis entdeckt Gestohlenes

Land: Schweiz
Kanton: Basel
Kategorie: Sage

Dem Vater meiner Grossmutter welcher fürs Leben gern jagte war eine hölzerne Fuchsfalle abhandengekommen, die er im Wald gestellt hatte. In der Hoffnung, der Rheinfelder Scharfrichter werde sie wieder beibringen können begab er sich dorthin. Weil er unterwegs mit keinem Menschen reden durfte, brach er schon früh um vier auf und wanderte über den Berg, um ja niemandem zu begegnen. Erst um acht Uhr kam er in Rheinfelden bei dem Manne an, von dessen geheimen Kräften er sich Hilfe versprach. Er durfte aber sein Anliegen nicht vorbringen Mengis fragte ihn: «Ist etwas verloren gegangen?» - «Nein.» «Aber gestohlen worden?» – «Ja.» - «Geht jetzt nur heim, Ihr werdet das vermisste Geschirr in dem hinteren der beiden Heiterlöcher im Giebel gegen das Gässlein finden.» Als man nachsah, steckte die Fuchsfalle richtig dort.

Anwil

Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.