Erzählen
wirkt Wunder

Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

Hexe als Wolfsreiterin (1432)

Land: Schweiz
Kanton: Basel
Kategorie: Sage

a) «Hanns Buser von Leifelfingen ... hat gesworn und bij sinem eyde geseit, das er uff einen dornstag (!) umben pfingsten, wer yetz ze vergangen pfingsten ein Jare verlouffen. umben mittentage wolte er gan von Leifelfingen gen Buttkon zem wine, und als er uff den wege keme, da sehe er die frowen so man nempte Gerin Kolerin von Buttkon, gegen Inn (ihn) har varen und uff einem wolff Ryten, und luffe der wolff fursich und sesse sij hindersich und hette des wolffes wadel (Schwanz) in der hand, und fuor rösch umben einen boum ettwie dick, und er erschrecke, daz er zitterte und lieffe hinder einen boum und hette sich gern verborgen. Also sehe er daz sy snelles dahin fuore. da gienge er fur sich und wer fro daz er von Ir kommen wer.»

Als Buser gefragt wurde, ob er jemand angeben könne, der mehr darüber wüsste antwortete er, vielleicht sagten Nachbarn auch etwas. So habe ein Priester gesagt, wenn man von des Wirtes Haus zu Läufelfingen drei Häuser abzähle, finde man «ein hexen».

b) Im Volksmunde wird erzählt jener «Bauer», der die Unglückliche verklagt und nachher geschworen habe, dass sie eine Hexe sei, sei der Ehemann der betreffenden Frau gewesen.

Buckten

Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.