Der stumme Grabstein
Auf dem Friedhof zu Buus stand während vielen Jahren ein Grabstein ohne Namen und Inschrift. Die Glastafel, welche über die dort begrabene Frau Auskunft gab, hatte nach dem Aufstellen des Steines zerbrochen auf dem Grabhügel gelegen. Sie wurde durch die Angehörigen ersetzt, lag aber bald nachher zertrümmert am Boden. Und so ein drittes Mal.
Es wird erzählt, die Glastafeln seien von unsichtbaren Händen — einmal in Anwesenheit der Sohnsfrau der Verstorbenen — zerbrochen worden, da die Inschrift «Christus ist mein Leben», die sie trugen, so gar nicht mit dem Charakter und dem Leben der Verstorbenen übereinstimmte.
Buus
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.