Eine Hexe wird gebannt
Eine Familie in Buus bezog ein neu erworbenes Haus gegenüber der Wohnung einer Frau, welche die Leute für eine Hexe hielten. Bald näherte sich diese Frau dem Hause, um die neuen Nachbarsleute zu besuchen. Doch der ältere Sohn der Familie hatte vorsorglich einen Hexenbannkreis um das Haus gezogen. Als die Hexe diesen Kreis betrat, blieb sie wie angewurzelt stehen und rief dem jungen Mann zu, er solle das «cheibe Züüg» sein lassen. Darauf entfernte sie sich eilig und machte von dieser Zeit an nie mehr einen Besuch. Doch suchte sie die Kinder durch allerlei Geschenklein – in ungerader Zahl – anzulocken. Das gelang ihr aber nicht, denn die Eltern hatten den Kindern eingeschärft, nicht das Geringste von ihr anzunehmen.
Buus
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.