
Märehendiehtungen im Lichte der Geistesforschung
Berlin, 6. Februar 1913 9
Die Quellen zur Märchendichtung liegen viel tiefer in der ?Menschenseele als die Quellen der übrigen Kunstwerke. Der ?Unterschied Märchen - Tragödie. Der Kampf der Seele beim ?Einschlafen und Aufwachen spielt sich in solchen Tiefen der ?Menschenseele ab. Das ständige unbewußte Träumen der See-
le. Das frühere hellseherische Bewußtsein. Das Entstehen der Märchenbilder. Das Märchen vom Kind und der Unke. «Rumpelstilzchen.» Rudolf Steiners «Geheimwissenschaft im Um-
riß» und Märchen aus Wilhe1m Wundts «Völkerpsychologie».
Die deutschen Märchen der Brüder Grimm. Die Riesen in den ?Märchen. Das Märchen «Hundert auf einen Streich». Die Mär- ?chen sind wunderbare Nahrung für die Seele des Kindes und
sind ein guter Engel auf der Lebenswanderung des Menschen.
Märehendeurungen
Berlin, 26. Dezember 1908 41
Märchen müssen gedeutet werden aus der hinter der Märchen- ?welt liegenden geistigen Wirklichkeit. Erzählung der Märchen ?vom Schneidergesellen und vom Rosmarinstengel und Gold- ?vögelchen. Erleben und Wahrnehmen der geistigen Umge- ?bung durch Empfindungs-, Verstandes- und Bewußtseins- ?seele; Märchen als Nachbilder dieser Erlebnisse. Besprechung ?verschiedener Märchenmotive: Riesen, Zwerge, weise Frauen, ?Schwestern, verzauberte Gestalten, Vermählung. Erzählung
des Märchens von den drei Königssöhnen und ihren drei ?Schwestern; Kämpfe mit Drachen. Rest atavistischen Hell- ?sehens in den Märchen.
Hinweise. 73
ersieht über die Rudolf Steiner Gesamtausgabe 75