
Märchen aus der fernen Heimat – Senegal
Das Ziel dieser besonderen Geschichtensammlung ist die Förderung des interkulturellen Dialogs mit Märchen aus der Herkunft von Menschen, die hier eine neue Heimat gefunden haben. Geschichten aus dem eigenen Land sind starke Identifikationsträger, weil sie viel traditionelles Vermächtnis bewahren. Sie können das Verständnis für die Vielfalt der Kulturen fördern und Gelegenheit bieten, Gemeinsamkeiten zu erkennen. Denn alle Menschen auf der Welt, so erzählen es die Märchen, sind auf der Suche nach dem Glück.
Senegal
Das westafrikanische Land Senegal grenzt an den Atlantik sowie an die Ausläufer der Sahara und die Sahelzone. Auch wenn das Land derzeit politisch stabil ist, sehen die jungen Menschen keine wirtschaftliche Zukunft. Die Haupteinnahmequellen der Bevölkerung, Fischfang und Ackerbau, sind unter anderem durch ausländische Öl- und Gasplattformen bedroht. Allein im Jahr 2023 sind mehr als 10'500 Menschen aus dem Senegal geflohen, Tendenz ist steigend. Um nach Europa zu gelangen, nehmen die Menschen die gefährliche und teure Überfahrt mit Schmugglerbooten über den Atlantik in Kauf, bei der jedes Jahr Hunderte von Menschen sterben.
Märchen aus dem Senegal
Das spannende Tiermärchen vom Perlhuhn und der Schlange erzählt, dass auch kleine Tiere helfen können. Eine besondere Freundin hat die Frau des Tuareg, die als Hebamme sieben Kinder auf die Welt hilft. Auch im Märchen vom Jäger geht es um Freundschaft und den Dank für eine Hilfe - ein ideales Motiv für eine Diskussion über das Thema!