Der glückliche Schwimmer
In der grossen Schlacht bei Murten zwischen den Eidgenossen und Herzog Karl dem Kühnen von Burgund im Jahre 1476 fielen an die zwanzigtausend Burgunder unter den Waffen der Schweizer, und weitere zehntausend ertranken im See. Nur wenige konnten sich retten. Einer davon war ein Ritter, der sich auf der Flucht ebenfalls in den See warf, ob zu Pferd oder zu Fuss ist ungewiss, und diesen durchschwamm. In der grössten Not gelobte er dem heiligen Urs von Solothurn seine Rüstung, wenn er lebend davonkomme. Als er dann nach Solothurn gelangte, löste er sein Versprechen ein. Der Harnisch wurde in der Kirche aufgehängt, im 16. Jahrhundert jedoch ins Zeughaus überführt, wo er heute noch zu sehen ist.
Quelle: P. Keckeis, M. Kully, Sagen der Schweiz. Solothurn, Zürich 1987. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch