Härdmannli und Härdwibli von Grenchen
In den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts erzählten sich die Leute, dass es in Grenchen auch Härdmannli und Härdwibli gegeben habe, die in Erdhöhlen lebten. Eine solche Erdhöhle war noch ums Jahr 1902 in Grenchen zu sehen. Sie befand sich ungefähr zehn Meter nördlich der Scheune, die westlich an die Wirtschaft Allerheiligen angebaut ist. Durch einen sechs bis sieben Meter langen Gang gelangte man in eine guterhaltene Rotunde von drei bis vier Meter Durchmesser, die nach oben ausgewölbt war und nach Osten umbog. Das Gewölbe war drei Meter hoch; die Wand war fester Sand. In der linken Wand des Ganges waren kleine Bänkchen angebracht zur Aufnahme des Lichtes; schwarze Streifen, herrührend vom Licht, waren noch leicht erkenntlich. Ums Jahr 1860 wurde in Grenchen noch erzählt, dass in dieser Höhle, ein Schatz vergraben sei. Der Eingang der Höhle wurde dann bei der Schottergewinnung vom herabfallenden Gestein zugedeckt.
Quelle: P. Keckeis, M. Kully, Sagen der Schweiz. Solothurn, Zürich 1987. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch