Das Hulitalhündchen
Einst brachen wilde Krieger in solothurnisches Land ein und zogen auch durch das Hulital. In harten Kämpfen verwundet, starb der Fürst dieser Kriegerhorden, und die Anführer beschlossen, ihren Fürsten so zu begraben, dass ihn niemand finden könne. Im Hulital fanden sie eine Stelle, gruben ein tiefes Loch und senkten seinen Leib mit kostbaren Totengaben in die Erde. Darüber schichteten sie Steine und Erde, so hoch, dass niemand den toten Fürsten und seine Schätze je finden könnte. Nur der Hund des Fürsten blieb zurück, und der geistert noch heute um den Grabhügel herum. Wenn das Wetter ändert, sieht man einen schwarzen Hund um den Hügel rennen und schauerlich durch die Nacht bellen.
Quelle: P. Keckeis, M. Kully, Sagen der Schweiz. Solothurn, Zürich 1987. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch