Der Wanne-Hämmig
Früher lief die Grenze zwischen den beiden Ständen Basel und Solothurn über die Wannenflue zum Lochhaus hinunter. Heute ist die Höhe des Berges samt der Flue solothurnisch. Bei dieser Änderung soll ein Senn des solothurnischen Alphofes Wanne beteiligt gewesen sein, indem er den Bannstein auf die Basler Seite gerückt habe. Seine Tat blieb aber nicht ungerächt; denn als Grenzfrevler muss der Wanne-Hämmig nach dem Tode umgehen und sein Unrecht mit jämmerlichen Tönen beklagen. Schaurig tönt es dann von der Wannenflue her, dass es den Langenbruckern kalt über den Rücken läuft. Gewöhnlich stellen sich bald darauf Regen und Unwetter ein.
Quelle: P. Keckeis, M. Kully, Sagen der Schweiz. Solothurn, Zürich 1987. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch