Erzählen
wirkt Wunder

Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

Gäbigi Chnächtleni

Land: Schweiz
Kanton: Bern
Kategorie: Sage

Am Pärzgumm si früeijer Zwärgleni g'si. Mu g'seeht no iez d's Zwärgliloch, wa n albe hät i d'Höhli g'füehrt. Di Zwärgleni sin albe zu n däne Lüte choo, wa n daa si z'Bärg g'sin u hei 'nen eint un anders g'holff e: chüeijeren u Bärghöuw mache. Es Mal ist es Zwärgli de Chnächte chon ga hälffe Ritzfueter meeije. Äs hät di breitisti Made g'noo un ist de no am g'lähigste g'fahre. All Morge, wen das Zwärgli choon ist, hät's es sich z'eerst en Augemblick uf enen grossi Steimblatte g'sätzt u d'Wäld aag'luegt u sich ergötzt an däne schöne Summer- und Bärgmorgene. Aber bald ist under de ChnächteTüifelsucht uVerbuust usbroche. Eine van 'ne hät a mene Morgen under d'Steimblatte g'füret, wa d's Zwärgli albe n druf ist ga sitze. D's Zwärgli ist choo u hät sich uf dä heisse Stei niderg'laa, aber ist sofort mit eme'm Brüel ufg'sprunge u hät d'droht: hinecht wärdi di schönsti Chue im Stall tooti si. Das ist du g'si, u ga hälffen ist 'ne d's Zwärgli nie meeh.

‏(Mundart aus Saanen)

Aus: P. Keckeis, M. Waibel, Sagen der Schweiz. Bern, Zürich 1986.

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch