Die drei Töchter
En Bur het drei Töchtere gha, die sy eppis yfältig, ugschicht gsy u mit dem Sack gschlage. Für e Bur wär es schier en Ehr gsy , wenn siner Töchtere alli hätte chönne hürathe. Aer het ne darvoa gsyt ; da ist ne grüseli angst woarde un si hei du welle hürathe; är seit ne aber darby, är well ne e Dorfet areise un de well är ne\'s de abringe u für si rede, numme sölle si de d\'s Mul halte. Un du gly druf het är ne es Paar Buabe zummene Mähli iglade, d\'s Flysch het me überthoa un d\'s Mähli akommedirt u gsotte. Darmit het är ne welle zeige, daß är e ryche Bur sigi. Die Töchtere het\'s afange blanget und sy usi ga achte, ob\'s nit gly rücki ; es het si darby aber Wunder gnoa, wie de das Züg ablauft; und eini chunnt du zur Tür inhi zspringe u syt: „Att du, d\'s Flysch ist schottets." Die Zweiti louft ere nah u syt: „Waßt du nüt, daß me nüt zäge scholl?" Die Dritti het du Fröud gha und seit du noa: „Guot, ih nüt zyt ha, ih de Ma chumm e ! " Es het du aber Kene glustet, wo si du ghört hei wie si rede, und us der Hürath het\'s du nüt gä.
Quelle: Sutermeister, Otto: Kinder- und Hausmärchen aus der Schweiz
Bern, Die Schweiz 1859, S. 232
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.