Der Schatzhüter von Olzate
Bei der Ruine des Schlosses Olzate bei Puschlav steht ein kleines, altes Häuschen, in welchem mehrmals ein kleiner roter Hund gesehen wurde, der, auf einer Kiste liegend, schrecklich grosse Augen machte. - Näherte man sich ihm, erhob er sich schnell, heulte und bellte laut, und schüttelte sich fortwährend, - und es schien, als bewegten sich mit ihm Ketten, welche ein grässliches Gerassel verursachten.
Sowie man aber wieder sich entfernte, hörte auch der Hund auf, zu rasseln, heulen und bellen, und legte sich erst dann, wenn Niemand mehr in der Nähe sich befand.
Quelle: Volksthümliches aus Graubünden, D. Jecklin, vollständige Neuauflage, Berlin 2014
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.