Das Gespenst zu Surava
Ein Bursche aus Surava kehrte an einem Samstage, von Alvaneu herkornmend, heim, als er plötzlich ein Pferd in grösster Wildheit durch das Feld laufen sah. - Es war mondhell. - Er wollte das Pferd einhalten, Dasselbe wich ihm aber aus, und stürmte neben ihm vorbei, schaute jedoch immerwährend nach ihm zurück. Blieb er stehen, stand das Pferd auch stille, lief er vorwärts, so lief das Pferd auch.
Auf einmal verwandelte sich der Gaul in einen roten Hund. Nicht lange, so ward der rote Hund zum Fuchs. Bei der kleinen Brücke fand er statt des Fuchsen einen schwarzen Mann, welcher alsbald in ein Feuer sich verwandelte, das aber nur aufflackerte, und dann plötzlich in tausend Funken zerstob.
Quelle: Volksthümliches aus Graubünden, D. Jecklin, vollständige Neuauflage, Berlin 2014
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.