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Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

Von der Manegg

Land: Schweiz
Kanton: Zürich
Region: Zürich Stadt, Zürichsee
Kategorie: Sage

Von der Manegg

Als der Glücksstern über dem Geschlecht der Ritter Maness untergegangen war, musste Ital Maness die Burg Manegg verkaufen. Unter seinen Nachfolgern kam sie bald in Verfall. Später hauste ein armer, einfältiger Mensch darin. Im Jahr 1409 zogen mutwillige Burschen aus Zürich hinauf und trieben ihren Spass mit dem Bewohner der Burg. Diese verbrannte dabei, mehr aus Unvorsichtigkeit als aus böser Absicht.

In den Ruinen solle in Schutz vergraben liegen, der von einer gefährlichen Schlange bewacht wird. Dazu bemerkte der Zürcher Hans Erhard Escher 1692: „Ist hiermit glaublich, das der leidig Satan sich in solcher abscheulicher Gestalt erzeigen könne und also ansehen lasse.“


Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Stadt Zürich und Zürichsee
Nach Escher, Enge, S. 168.
Dichterische Gestaltung der Überlieferung durch Gottfried Keller in der Novelle: Der Narr auf Manegg.

 

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.