Hexenmeister „Chriesibueb“
Hexenmeister „Chriesibueb“
Einmal zog die Stadt Zürich einen berüchtigten Hexenmxeister gefänglich ein.Er hiess beim Volke nur der „Chriesibueb“, weil er mir Vorliebe an fremde Kirschen ging. Ganz besonders waren ihm die Zürcher aufsässig. Nun wollten sie in ihn hängen. Aber er durfte noch eine letzte Bitte tun. Nichts als ein Chlüngeli Garn wollte er haben. Aber kaum hielt er dieses in der Hand, so rollte er es ein Stück weit ab, warf es empor und erhob sich, das Fadenende in den Händen, vor der erstaunten Menge in die Luft. Der Gefängniswärter aber fand an der Türe von der Chriesibueben Hand den lustigen Spruch geschrieben:
D Zürcher sind witzig
und iri Türm sind spitzig.
Und wänn si Auge hetted wie d Rappe,
so chönted s de Chriesibueb nüd ertappe.
Später wurde er aber doch hingerichtet, aber im Urnerbiet. Dabei hat er dem Scharfrichter noch einen bösen Tuck gespielt.
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Stadt Zürich und Zürichsee
Wörtlich aus Büchli, 3, 269. Seine Quelle: E. Wälti, Blumen aus den Alpen, Bern 1841, S. 39
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.