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Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

Die Franzosen im „Chruzelenmoos“

Land: Schweiz
Kanton: Zürich
Region: Zürich, Hirzel
Kategorie: Sage

Die Franzosen im „Chruzelenmoos“

Eine Abteilung französischer Husaren, welche die Aufgabe hatte, das Gebiet von Hirzel zu rekognoszieren, kam eines nachts zum Strasshaus. Die Fremden zwangen einen Bewohner, ihnen den Weg nach Hirzel zu zeigen. Im Schein einer Laterne gings voran Richtung „Kräh“, „Enderholz“, „Morgental“. Beim „Chruzelenmoos“ bemerkte der Wädenswiler, dass er in die Feuerlinie der in jener Gegend liegenden Österreicher gekommen war. Als Laternenträger war er in grosser Gefahr. Blitzschnell warf er das Licht in die Stauden und rannte ins Moos hinaus. Hier konnte er von den Berittenen nicht mehr verfolgt werden. Er hörte die Franzosen, die bereits im Moor eingesunken waren, fluchen und lästern. Seine Verfolgung konnten sie aber nicht mehr aufnehmen. Erst nach zwei Tagen soll sich der arme Mann wieder heim getraut haben.

Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Stadt Zürich und Zürichsee
Schriftliche Mitteilung von Peter Ziegler, Wädenswil, der die Sage von Landwirt Albert Haab im Steinacher, gest. 1955, erzählen hörte.

 

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.