Wie die Gegend um Pfäffikon gestaltet wurde
Wie die Gegend um Pfäffikon gestaltet wurde
In alter, grauer Zeit lagen die Ländereien um Pfäffikon im Besitze dreier Jungfrauen. Die waren aber so eigen, dass sie trotz des reichen Grundbesitzes keine Freier fanden, die sie ehelichen wollten. Unter solchen Umständen wurden sie alt, und jede machte nach ihrer Art ein Testament oder tat einen Wunsch, was nach ihrem Tode aus ihrem Besitztum werden sollte.
Die älteste, welche mit der Welt schon lange gebrochen hatte und daher niemandem etwas gönnen mochte, wünschte, dass ihr Teil zu Wasser werde. Die zweite, etwas besser als die älteste, aber doch noch ewig eigen, wünschte ihr Teil zu Ried. Die jüngste war die beste. Sie musste aber das Los, ledig zu bleiben, mit den anderen teilen, weil diese es so haben wollten. Diese wünschte, dass ihr Teil zu gutem Mattland werde.
Wie sie gewünscht hatten, geschah es auch. Es entstanden der See, das Ried und das Mattland, wo jetzt Pfäffikon ist.
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Oberland
Jahrbuch Pfäffikon Nr. 1, S. 83, „als Sage erzählt“ von Jb. Schellenberg.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.