Der Brunnen bei der Burg Kempten
Der Brunnen bei der Burg Kempten
Dem Burghügel bei Kempten entspringt eine Quelle, die das ganze Jahr, Sommer und Winter, gleich stark und immer gleich kühl fliesst. Kein Mensch hat sie je einmal versiegt gesehen.
Man erzählt sich, das Wasser entströme einem goldenen Brunnentrog, der tief unter dem Hügel liege. Der Teufel selber bewache ihn, und wer den goldenen Schatz heben wolle, müsse dem Schwarzen dafür ein neugeborenes Kind opfern.
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Oberland
Fr. 12. 7. 1924. Die Burg Kempten gehörte den gleichnamigen Freiherren. Nach der Volksmeinung waren das Hagheeren.
Meier, Geschichte der Gem. Wetzikon, Zch. 1881, erwähnt die Quelle S. 72 ohne Hinweis auf die Sage. - F. Keller und Vernaleken, 145, hielten Gündisau, Kempten, Balm, Heidenburg-Aathal für Hagheerenburgen, die auf römischen Ruinen standen.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.