Das Bachtelholz
Am Bachtelberg stehen oberhalb Wernetshausen schöne Wälder, die der Waldkorporation Wernetshausen gehören. Die Alten erzählten, das ganze Holz sei vor manchen Jahrhunderten den Wernetshausern von einer Rittersfrau geschenkt worden.
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Oberland
Näf, Geschichte der Kirchgemeinde Hinwil S. 90. Die Sage ist deshalb interessant, weil die Waldungen der Korporation Wernetshausen ursprünglich einer Gemeinde von freien Bauern gehörten und keine Urkunde sich dahin äussert, dass vorher die Waldungen jemand anderem gehörten. Doch möchte ich an dieser Stelle hinweisen auf den Aufsatz von Friedrich Heinz Schmidt-Ebhausen, Flurnamen-Sagen und ihre Entstehung, im Württembergischen Jahrbuch für Volkskunde 1956. Der Autor weist hier an Beispielen nach, dass „1. die volkläufige, mündliche Erzähl-Überlieferungen ihre Wurzel hat in tatsächlichen historischen Ereignissen, 2. diese nur von Mund zu Mund weitergebende Überlieferung in der Lage ist, im Gewand der freien Erzählung Generationen und grosse Zeiträume zu überbrücken“. Die erwähnte Rittersfrau müsste eine von Bernegg gewesen sein. Die Leute vom Hinwilerberg erzählten von der Burgstelle Bernegg noch um die Jahrhundertwende, es sei dort ein goldener Pflug begraben, den eine Frau bewache.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch