Der Zwölfistein
Der Zwölfistein
Wenn man vom Dorfe Hinwil aus auf der Sonnenseite der Allmannkette gegen den Bachtelberg emporsteigt, bemerkt man hart an der Strasse, etwa fünf Minuten oberhalb Wernetshausen, einen Findling aus Speernagelfuh. Das ist der Zwölfistein. Dieser dreht sich, wenn es am Basler Münster (nach andern an der Hinwiler Kirche) Mitternacht schlägt, bei jedem Schlag einmal herum. Es sind zwar schon viele um Mitternacht auf dem Bänklein davor gesessen, besonders im Sommer, aber sie haben vor lauter anderem den Stein nicht sich drehen gesehen.
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Oberland
Überlieferung in der Gegend von Hinwil. Es ist nicht abgeklärt, ob der Stein etwas mit der Zeitbestimmung zu tun hat. In neuerer Zeit sind weder Schattenwurf noch Stellung zur Sonne kontrolliert worden. Etwa 400 m südlich davon befindet sich die Balm. Vielleicht hat der Stein in keltischer oder alemannischer Zeit ein Rolle gespielt. Das Haus zur Palm oder Balm wurde 1782 gebaut .An seiner Stelle stand vorher eine private Sternwarte der Gebrüder Rüegg im Neubrunnen-Wernetshausen. Sie bestand aus einer einfachen Steinhütte mit einem Fernrohr darin.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.