Von der Burg im Steg
Von der Burg im Steg
Auf der linken Seite der Töss erhob sich vor Zeiten auf stotzigen Felsen über dem uralten Wirtshaus zum Steg die Burg gleichen Namens. Noch im Jahre 1780 standen die Mauern der Ruine mannshoch. Später wurden sie abgerissen, um aus den Steinen das Haus im Burgbühl zu bauen.
Auf der Seite gegen Bauma findet man dort zwei tiefe Löcher, die senkrecht in den Fels hinuntergehauen sind. Man sagt, es seien Brunnenlöcher, und es wird erzählt, dass auf ihrem Grunde ein goldenes Rösslispiel liege. Ein Burgfräulein, das im Grabe keine Ruhe findet, muss den Schatz hüten. Die Alten berichten, dass man früher gesehen habe, wie eine Gestalt bei den Löchern umging.
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Oberland
Hegi, Das Tösstal, S. 186. In Nr. 2, „Reformierte Schweiz“, 1956, habe ich versucht, im Aufsatz „Schatzsagen auf Zürcher Gebiet“ eine Anzahl Sagen dieses Typs zu ergründen und zu deuten.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.