Die Glocke von Hombrechtikon
Die Glocke von Hombrechtikon
Die Kirchgenossen von Hombrechtikon besassen eine Glocke - sie meinen, es sei die mittlere gewesen - von der sie sagten, in ihr sei von der gleichen Glockenspeise enthalten, wie in der Glocke, die der Teufel dem heiligen Theodul von Rom nach dem Wallis tragen musste.
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Oberland
Vögeli, „Glockenbuch“, Ms. J 432, Z.-Bibl. Zürich. Die betr. Wallisersage bei Lienert, Schweizersagen und Heldengeschichten, S. 83: Der hl. Theodul, auch St. Joder genannt (1. bekannter Bischof von Octodurum, Landespatron des Wallis, lebte im 4. Jh.), träumte einst, der Papst sei in Gefahr. Ein Teufel, der in der Nähe war, trug ihn mit der Schnelligkeit eines Weibergedankens nach Rom. Zum Dank schenkte der Papst dem hl. Th. eine Glocke, die der Teufel samt Bischof heimtrug. - Der St. Joderkult ist in unserer Gegend nicht bekannt.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.