Vom Benkelsteg
Vom Benkelsteg
In der Nähe des Benkelsteges bei Maur sind schon eine ganze Menge Gespenster gesehen worden. Einst ging ein Mann dort nachts hinauf, ganz nüchtern, wie er selber 1917 erzählt hat. Da habe auf einmal bei der letzten Wendung der Strasse vor dem Steg etwas wie eine völlig schwarze Wand vor ihm gestanden und sein Weitergehen verhindert. Nun habe er tüchtig zu fluchen angefangen - und weg war die Erscheinung. Es wurde licht‚ und er konnte weiter.
Ein andermal, wie der gleiche Erzähler beim Steg aus dem Walde heraustrat, habe er plötzlich ein Licht auftauchen sehen, wie wenn jemand eine Laterne einen halben Meter über dem Boden trüge. Das Ding sei mit Windesschnelle über die Wiesen rechts gegen den Wald hinabgeeilt. Kurz darauf habe er den Dorfgenossen T. angetroffen, der ihn fragte, ob er nicht auch soeben diese eigentümliche Erscheinung beobachtet habe.
Andere erzählen, dass hier einmal Schatzgräber arbeiteten. Da sei ein schwarzer Herr erschienen
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Oberland
Nach Gchr. Maur 1917.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.