Pest (Wildhaus, SG)
Auf dem Schönenboden war beim grossen Sterbet um 1620 ein Haus (es steht nicht mehr) so verpestet, dass ein Haselstecken, den man zum Fenster hineinhielt, voll schwarzer Blattern wurde.
Von Lisighaus wird dasselbe gesagt. Es war das alte Dichtlis Haus; jetzt ist ein Stadel an seiner Stelle.
N. Senn, Tagebuch.
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Ein Senn kam zur Pestzeit von der Alp ob dem Hag auf den Schönenboden herab; er klagte, wie ihn die eine grosse Zehe sehr schmerze; plötzlich fiel er tot nieder.
N. Senn, Tagebuch.
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Um das Jahr 1360 schon wütete im Toggenburg die Pest, so dass mehr als ein Dritteil der Bevölkerung dahingerafft wurde.
Quelle: Sagen des Kantons St. Gallen, Jakob Kuoni, St. Gallen 1903, Nr. 415, S. 241
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.