Landesstatthalter Hans Kuon
Zu Törelen, Gemeinde Spiringen, so erzählt die Sage, wohnte Landesstatthalter Hans Kuon und erbaute das schöne Haus, das heute noch am hinteren Mühlebach ob der Strasse steht. Während des Baues ritt er mit seinem Knecht gegen Schwanden, einen Weiler östlich von Unterschächen; unterwegs wurden beide auf der Rübi von einem Bergsturz überrascht. Der Knecht ritt in der Richtung gegen Äsch vorwärts und rettete sein Leben, der Meister wandte sein Ross und sprengte zurück, dem Tod in die offenen Arme. Das kleine Bethäuschen bei der Rübi soll an den Unglücksfall erinnern. Vor einigen Jahren sei etwas westlich der neuen obrigkeitlichen Werkhütte hinter Eistersmatt in der Nähe der Unglücksstelle tief im Schutt ein Rosseisen zum Vorschein gekommen. Einige sprechen sogar von einem goldenen Ring und Rossgebeinen, andere von einem Rossfuss mit Hufeisen. – Authentischen Bericht konnte ich leider keinen erlangen.
Daniel Imholz, Jos. Arnold u.a.m.
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.