Die Spiringer Glocke
Die grosse Glocke zu Spiringen (zu Schattdorf) wurde zu Spiringen (Schattdorf) selber auf der Achern (auf dem Kilchenacher) gegossen, behauptet eine Volksüberlieferung, und als beim Gusse derselben der Gussmasse zu wenig war, schleuderten die zuschauenden Weibervölker ihren Silberschmuck hinein, daher ihr schöner Ton.
Ein fahrender Schüler tat den Ausspruch, von Rom weg habe er kein so schönes Geläute mehr gefunden wie zu Spiringen (wie zu Attinghausen).
Johanna Aufdermaur-Arnold; Karl Gamma u.a.
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.