Realp
Ds Reälperdorf, das hennt diä Altä mängisch g'seit, syg vor altä Zyttä-n-ufem Biäl obä g'standä. Jetz isch dert Allmeini, aber schiär ringsum isch Eigä. Scho mängisch hennt-s' dert alti Minzä g'fundä, dass d'Schäärä (Maulwürfe) usem Bodä firäg'stossä hennt. Ysärä-n-Unkel het sälber einisch eini g'fundä und het si yserem Pfohr b'bracht, am Pater Hieronymus. Aber dert obä isch ds Dorf nit sicher gsy vor dä Läuwänä. Diä alt Furggastrass isch bim Ägärtä-Kapällti verby g'gangä.
Summ säget wider, Frealp1 syg äs grosses Dorf gsy und syg hindäräg'gangä bis ufä Biäl.
N. Simmen, Realp
Fußnoten
1 Statt Realp sprechen alte Leute sehr oft: Frealp, eine Form die entstanden ist aus der Verbindung: uf Realp, wie Fottigen in Gurtnellen aus: uf Hottigen (nachweisbar im Jahrzeitb. Silenen). Selten hört man auch Ryalp.
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.